Architektur und Ökologie   

Umweltverträgliches und gesundes Bauen 

 

"Ökologisch" ist weder klar definiert, noch ein geschütztes Gütesiegel.  Der Begriff wird häufig  missbraucht und missverstanden. Deshalb ein paar Worte aus unserer  Sicht:

  Energieeinsparung:  Ökologisches Bauen bedeutet in erster Linie Ressourcen schonen. Das beginnt beim  Energieaufwand für Beheizung, Kühlung, Lüftung, und spezielle Gebäudetechnik. Eine intelligente Konzeption, die auch auf passive Effekte baut, muss den Energiebedarf eines Gebäudes in engen Grenzen halten.

4 Niedrigenergiehaus

  Recyclingfähigkeit: Angesichts exponentiell gestiegener Kosten für Entsorgung wird die  Wiederverwertbarkeit der Baustoffe beim Umnutzung, Umbau oder Rückbau des Gebäudes viel zu wenig beachtet. Dies hat auch einen ganz handfesten wirtschaftlichen Aspekt: Ein Gebäude das wegen unbedachter Baustoffauswahl, faktisch einer Art 'Zwischenlager für Sonderabfälle' ist, ist zugleich eine versteckte finanzielle Zeitbombe für seinen Besitzer; in einigen Jahrzehnten werden erhebliche Entsorgungskosten anfallen.

   Baubiologie: Gesundheitliche und baubiologische Aspekte werden immer noch zuwenig beachtet. Die in den beiden letzten Jahrzehnten sprunghaft angestiegenen Allergien belegen die Notwendigkeit, Reizstoffe aus der Alltags- umgebung fernzuhalten. Deshalb prüfen wir Bauprodukte auf ihre Unbedenklichkeit, bevor wir mit ihnen planen. (Abfrage über das Baustoffauskunftssytem ECObis) Wir verwenden grundsätzlich keine toxisch bedenklichen Baustoffe und setzen vorrangig auf den Einsatz mineralischer und natürlicher Baumaterialen.

 

  

Ökologisch bauen ist keine Ideologie, sondern Gebot praktischer Vernunft. 


Ein Gebäude nach ökologischen Gesichtspunkten zu planen, bedeutet sorgfältige Baustoffauswahl, energietechnisch vernünftige Konstruktion und die Ausstattung mit sinnvoller Haustechnik.
Diese Gedanken setzen wir, nach den individuellen Anforderung der Planungsaufgabe, um.  (Ein ausgewogenes Gesamtkonzept spart erfahrungsgemäß immer mehr ein, als ein Architektenhonorar ausmacht.) 

Dabei ist das Ergebnis ein ganz normales Haus, das ganz  selbstverständlich auf äußerlich aufdringliche Öko-Labels, oder plakative Alternativ-Optik verzichtet. Es kommt darauf an, dass ein Gebäude ökologisch ist, nicht dass es ökologisch aussieht. Öko-Kitsch und "Latzhosen-Achitektur" lehnen wir ab.     

02.07.2005 Zurück zum Seitenbeginn
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